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June 27 Oder doch Legasthenietrainer???Vor ein paar Tagen war meine Nachbarin bei mir und erzählte, dass sie genau den Fernlehrgang zum Legasthenietrainer machen wird, von dem ich hier schon berichtete und zu dem ich schon die Pfichtliteratur habe. Und wieder bekam ich Lust, Zweifel, Lust, Zweifel... Eigentlich wäre es ne tolle Sache. Ich könnte mich ja auf ein einziges Kind in der Woche beschränken. Das sollte sogar ich auf die Reihe bekommen. Aber erstmal die Ausbildung fertig haben. Dazu muss ich zwei bis drei Kinder nehmen, für den praktischen Teil und am Ende der zwanzig Stunden, kann ich sie auch nicht wieder in die Wüste schicken. Dann muss ich mich schon weiter kümmern. Und wenn dann Sandra dazwischen kommt? Krieg ich das unter einen Hut? In Zeiten, in denen es mir gut geht, ist das sicher alles kein Problem, aber wenn ich doch oft so müde und kaputt bin? Gerade geht es mir gut, so wie es ist. Alles was mehr wäre, wäre anstrengend. Hm. June 21 Demo gegen RechtsextremismusSeit Jahren treffen sich eine halbe Autostunde von uns, auf einem alten Bauernhof, nationalsozialistische Gruppen. So auch gestern wieder. Als Anlass nahmen sie die Sonnenwendfeier, einen alten germanischen Brauch, der früher bei den Germanen als Reinigungsritual galt. Wovon die Neonazis Deutschland, oder die ganze Welt reinigen wollen, sollte bekannt sein.
Um dagegen unseren Unmut zu demonstrieren, gingen wir gestern mit einer Gruppe von grob geschätzt 80 Menschen auf die Straße. Die Demo war organisiert von dem DGB und von der Kirche in Eschede. Wir waren erstaunt, dass die Gruppe so klein war. Trotzdem wirkte die Aktion eindrucksvoll auf uns. Und wir erkannten, dass es schon wichtig ist, auf die Unternehmungen der Neonazis aufmerksam zu sein und zu machen. Für weitere Erklärungen habe ich hier einen Link. Von der linksextemistischen Äußerung im letzen Absatz des Eintrages möchte ich mich distanzieren, aber im Großen und Ganzen entsprechen wohl die Tatsachen der Wahrheit.
Der letzte Tag in Bad Sooden-AllendorfFrühstück war heute morgen erst um halb zehn ausgemacht, weil es gestern spät geworden war. Wieder war es sehr liebevoll angerichtet und Ulrike leistete mir Gesellschaft. Gut gestärkt besuchte ich heute die Bruchteiche und die Hügelgräber. Es wird sicher zu langweilig, davon zu lesen, deshalb möchte ich nur sagen, dass ich einen herrlichen Tag hatte, von dem ich jede Minute genoss. Am Nachmittag gingen Timm und ich noch ein bisschen spazieren, tranken etwas bei Alex und Nejat und aßen dann noch von dem guten Meeresfrüchteeintopf. Dann waren meine schönen Tage zuende. Schon wieder Abschied.
Nun bin ich wieder zu Hause und da ist es auch wieder schön. Fortsetzung von: Der Weg ist das ZielIch blieb also nicht sehr lange dort, sondern machte mich bald wieder an den Abstieg. Dabei kam ich an Requisiten vorbei, die von einem Film, der auf ZDF lief, hier für das Museum aufgebaut worden waren. In Allendorf drehte ich wieder eine Runde im Wassertretbecken, kletterte auf den Diebesturm, setzte mich auf die Bank unter der Linde am Brunnen vor dem Tore (und freute mich *ggg*), besuchte einen Kräutergarten an einer alten Kirche, setzte mich dort auf eine der in Bad Sooden häufigen hohen Bänke und ließ die Beine und die Seele baumeln. Diese Beinebaumelbänke sollen die Knie- und Fußgelenke entlasten und die Durchblutung der Beine fördern. Dann kehrte ich um 15:00 Uhr wieder nach Bad Sooden zurück. Ich kam an Cafés vorbei, vor denen die Gäste draußen saßen und dachte, wie schade es sei, dass ich gar nicht hungrig war. Aber komischer Weise fand ich mich schon ein paar Meter weiter plötzlich Käsekuchen und heiße Schokolade bestellend unter einem Sonnenschirm wieder. Und genau das machte meinen Aufenthalt hier so wertvoll. Ich brauchte mich nicht zu entscheiden, ich konnte einfach von einer Sekunde auf die andere aus dem Bauch heraus handeln. Klasse!
Wieder in der Pension verabredete ich mich mit Timm und wir fuhren für das Abendessen einkaufen. Das taten wir sehr ausführlich und ganz besonders entspannt, indem wir nicht nach den Dingen fragten, sondern sie uns stundenlang (2 1/2 um es genau zu sagen) in den Regalen selber suchten. Besonders entspannend war die Suche nach dem Fischfond. Danach suchten wir alle Regale ungefähr vier bis fünf Mal ab, wurden schließlich, als wir schon so entspannt waren, dass wir ans Aufgeben dachten, fündig und freuten uns sehr, dass wir beim Rausgehen direkt an der Türe Fischfond in einer Sonderauslage sahen, die uns eigentlich schon gleich beim Reingehen hätte ins Auge springen müssen. Aber da waren wir wohl noch nicht entspannt genug.
Als wir zurück waren schickte mich Timm erstmal zum Ausruhen in mein Zimmer. Er wollte alleine kochen und mich dann anrufen, wenn das Essen fertig ist. Ich lag dann auf meinem Bett und wollte eigentlich hier von meinen Erlebnissen schreiben, das war aber nicht recht möglich, weil ich stattdessen im MSN schreiben musste. Sorry an alle, die ich so kurz abgefertigt habe
Dann kam ich bei Timm an. Er hatte eine wunderschöne Vorspeise vorbereitet, die so schön hergerichtet war, dass sie eigentlich zu schade zum Essen war. Ich freute mich wie hulle und stellte fest, dass es genauso lecker schmeckte, wie es aussah. Köstlich! Anschließend gab es einen riesigen Topf Meeresfrüchteeintopf, den ich zugegebener Weise gar nicht verdient hatte. Ppunkt stieß zu uns und zu dritt ließen wir uns diese Delikatesse schmecken.
Dann gingen wir wie immer ins Lokanta und hatten wiedermal viel Spaß. Weil Timm aber meinte, noch mehr Spaß zu haben, wenn Ulrike auch noch käme, wählte er kurzentschlossen ihre Nummer auf seinem Handy und drückte es mir in die Hand, sodass ich mich nicht wehren konnte. Nachdem ich Ulrike in unsere Runde eingeladen hatte, sah ich auf die Uhr und wäre vor scham am liebsten im nächsten Mauseloch verschwunden... Aber sie kam, sah und feierte mit
Timm und Ppunkt brachten uns nach Hause und zum Dank bekamen die beiden von Ulrike noch einen Ratschlag ganz besonderer Art auf den Weg
Ein ganz besonders schöner Tag ging zu ende. Aber einen hatte ich ja noch.
June 19 Der Weg ist das ZielUm 9:00 Uhr ging ich zum Frühstück hinunter und war total begeistert, wie liebevoll Ulrike alles hergerichtet hatte. Ich hatte nur ein Brötchen mit etwas Käse bestellt, aber sie hat alles wunderschön dekoriert mit Gemüse und Obst und eine leckere Quark- oder Joghurtspeise mit frischer Ananas gemacht. Dazu Kaffee mit viel, viel Milch und O-Saft. Ich frühstückte zwei Stunden lang und mindestens eine Stunde lang gesellte sich Ulli dazu.
Um Elf startete ich zur Post, dort hatte ich ein dringendes Päckchen aufzugeben. Dann suchte ich den Weg zum Grenzmuseum. Bei meiner Orientierungsschwäche, landete ich dann beim Bahnhof und traf dort auf eine Schülergruppe. Der Lehrer, den ich nicht als solchen erkannte und ihn deshalb mal duzte (warum sah er auch so jung aus?
Ich ging vor, weil Schüler ja bekanntlich nicht die Schnellsten sind. Bald fand ich auch die Ausschilderung, der ich voller Tatendrang folgte. Und weil ich mich schon so glücklich fühlte, wunderte ich mich sehr, dass da mitten in einer Wohnsiedlung eine öffentliche Toilette auftauchte, wo ich sie gerade brauchte. Dann schlenderte ich weiter, bis ich an ein Schild kam, dass auf eine Wassertretstelle hinwies. Der Weg ist das Ziel, dachte ich, spürte dabei meine schmerzenden Füße und bog zum Kneipbecken ab. Dort zog ich Schuhe und Socken aus, krempelte meine Hose hoch und stieg ins wohltuend kalte Wasser. Wohltuend war es genau bis zur Hälfte der Runde, dann wurde es schmerzhaft und grinsend watete ich ein bisschen schneller - raus aus dem Wasser und zum Trocknen auf die Bank. Und tatsächlich, als ich mich wieder auf den Weg machte, taten mir die Füße nicht mehr weh, nur noch die Hüften - nojo.
Die Straße führte den Berg hinauf und hinter mir hörte ich die Schülergruppe vom Bahnhof mit dem geduzten Lehrer wieder. Auf dem Weg und auch nun, fanden meine Mundwinkel immer wieder den Weg Richtung Ohr, einfach weil es herrlich war. Jacke und Bluse hatte ich inzwischen schon um den Bauch gebunden, wie sich das für nen anständigen Touri auf Wanderschaft gehört. Da ja meine Fitness sehr zu wünschen übrig lässt, war ich begeistert, als an einer schönen Aussichtsstelle eine Bank auftauchte. So holten mich die Schüler ein und zwei der süßen Jungs setzten sich zu mir, um ihre Lungen mit einer Zigarette zu stärken
Vor mich hinschmunzelnd setze ich mich wieder in Bewegung und erreichte schon bald das Grenzmuseum in einer wunderschönen Landschaft gelegen. Weil ich nicht gerne den selben Weg zurück gehen wollte, kam mir ein Ehepaar gerade recht, dass gleichzeitig mit mir ankam, aber auf einem anderen Weg. Ich fragte sie und erhielt die Auskunft, dass sie auch aus Bad Sooden-Allendorf gekommen waren. Dort würde ich also wieder zurück gehen.
Nun stellte ich zum zweiten Mal fest, dass der Weg das Ziel war, denn das Museum faszinierte mich nicht ganz so
June 18 AlleinGestern Vormittag machte ich mich wieder einmal auf den Weg nach Hessen, traurig, wütend, müde, aber dennoch voller Vorfreude. Gegen 15:00 Uhr rollte ich vor die "Pension am Kurgarten" ( http://www.pension-am-kurpark.de/) und - fand keinen Parkplatz. In meiner Verzweiflung stellte ich mein Auto auf dem einzigen noch freien Platz ab, einem Behindertenparkplatz - shame on me
Ich wurde ganz herzlich von Ulrike empfangen, die mir mein hübsches Zimmer zeigte und sich dann ca. eine Stunde mit mir unterhielt. Dann machte ich mich auf den Weg, Bad Sooden-Allendorf einmal alleine zu erkunden. Es war warm und sonnig. - Allein. Die ersten Minuten fühlte ich mich noch etwas seltsam, ganz alleine zwischen den vielen Menschen in der kleinen Stadt mit der Kuratmosphäre. Doch dann breitete sich das Gefühl der Freiheit und Ungebundenheit wohlig in mir aus. Ich schlenderte gemütlich, mit ganz viel Zeit, durch die Parks von Bad Sooden, inhalierte den Duft des Gradierwerkes, stieg in den Wald hinauf und spazierte schließlich in Richtung Allendorf. Über die Brücke mit dem herrlichen Ausblick, durch eine enge Gasse, in der ich den Duft einer alten Mauer genoss, die Treppen in die Altstadt hinauf und landete dann, um 18:30 Uhr vor einem Restaurant, in dem ich dann zu Abend aß. Inzwischen war ich richtig gut drauf, freute mich über meine Unabhängigkeit und genoss jeden Blick in die herrliche Landschaft. Wann hatte ich so etwas zuletzt gemacht? Noch nie, hatte ich den Eindruck. Nur meine Müdigkeit nervte. Aber anstatt ins Bett ging ich zu Timm hinüber, bewunderte seine Renovierungsergebnisse und gemeinsam begaben wir uns zu unserer befreundeten Kneipe, dem Lokanta. Kurze Zeit später tauchte auch Ppunkt auf und wir erlebten wieder einen gemütlich, lustigen Abend. Gegen Mitternacht war ich im Bett und konnte zuerst nicht einschlafen. Es war schön. Sehr schön.
June 12 Gartenfreuden1.) Unser großer Kirschbaum ist voller Kirschen, dicke noch gelbe bis rötliche Früchte trägt er.
2.) Unser großer Kirschbaum ist voller Vögel, dicke, schwarze Stare und Drosseln tagen die noch unreifen Kirschen weg.
3.) Job als Vogelscheuche zu vergeben. June 06 So schön können Nächte seinManchmal muss man einfach tun, was man möchte, auch wenn man das Gefühl hat, dass es einem anderen Menschen nicht so ganz bequem ist. So auch gestern. Dieter hatte die letzte Woche Urlaub. Er wollte die Terrasse neu pflastern und war deshalb nicht wirklich begeistert, als ich gestern verkündete, zu Timm fahren zu wollen. Ich sagte, dass das noch eine gute Gelegenheit sei, weil ich nächste Woche keinen Babysitter hätte. Er meinte, dass ich das jetzt eigentlich auch nicht hätte. Ich drückte ihm unseren schwarzen Peter trotzdem auf, aber weil ich nett bin
Nach einem kleinen Stau in der Baustelle vor Göttingen und einer PP kam ich erst gegen halb sechs in Bad Sooden an. Wir unterhielten uns erst ein bisschen und fuhren dann, Timms Freude an Baumärkten ausnutzend, ein paar Arbeitshandschuhe für Dieter besorgen. Und weil wir schon mal dort waren, besorgten wir auch gleich einige Zutaten für Timms Renovierungspläne, gingen anschließend einkaufen und landeten schließlich irgendwann im Lokanta, einem netten türkischen Lokal gleich um die Ecke. Wie immer war der Empfang herzlich, als wir an der Bar Platz nahmen und uns eine Suppe bestellten. - Also jeder eine, was vielleicht erwähnt werden muss, weil wir uns im Laufe der Nacht doch einen Raki und eine Sprite teilten
Es waren schöne Stunden und als wir uns gerade verabschieden wollten, trudelte Thomas, ein Freund des Hauses, ein, nahm die Gitarre zur Hand und gab uns ein Konzert, das es mit jedem professionellen hätte aufnehmen können, weil es tief unter die Haut ging und eine unbeschreiblich gute Atmosphäre erzeugte. Es ging langsam gegen Morgen zu, aber wir ( Timm, Nejat, Alex, eine liebe Bad Soodener Pensionsbesitzerin namens Ulli, Thomas und ich) wollten uns nicht trennen. Doch schließlich gab es keinen Aufschub mehr und nach vielen herzlichen Umarmungen beendeten wir die Party. Timm und ich brachten Ulli nach Hause und nach weiteren Umarmungen gingen wir nach Hause und erwarteten den schon anbrechenden Tag. Und dann wurde es auch für mich Zeit zu gehen. Wie immer konnte ich mich nur schwer lösen, wollte ihn am liebsten mitnehmen, diesen lieben, ganz besonderen Menschen mit der Sonne im Herzen, meinen Timm.
So fuhr ich also um fünf Uhr morgens der Sonne entgegen in einen schönen, klaren Morgen hinein. Noch ganz erfüllt von den Erlebnissen mit diesen lieben Menschen, verpasste ich meine Abfahrt nach Braunschweig, die ich sonst immer nehme, aber da ja bekanntlich alle Wege nach Ahnsbeck (oder war das Rom?) führen, fuhr ich eben über Hannover.
Sandra erwartete mich schon. Ich gab ihr zu Essen und frühstückte mit Dieter, der dann auch gerade aufstand und Brötchen holte. Dann duschte ich Sandra und war um 10 Uhr glücklich mit Ohrstopfen, weil Dieter mit seiner Terrasse so einen Krach machte, im Bett. |
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